Wie viel Strom im Dezember?
13,6kWh
im ganzen Dezember 2022, Testanlage 0,6 kWp
105,3kWh
im Juli 2022, dieselbe Anlage
Simons bester Dezembertag 2022 brachte 1 kWh aus seiner Testanlage mit 0,6 kWp. Im ganzen Dezember 2022 kamen 13,6 kWh zusammen, im Juli derselben Anlage 105,3 kWh.

Die Sonne steht tief
Am 21. Dezember steigt die Sonne in Süddeutschland mittags nur auf rund 17 Grad. Ein Modul mit 20 Grad Neigung fängt dann rund 40 Prozent weniger Licht ein als ein Modul, das senkrecht zur Sonne steht.
| Sonnenhöhe | Modul 20 Grad | Modul 40 Grad | Modul 60 Grad |
|---|---|---|---|
| 17 Grad (Mittag, 21.12.) | −40 % | −16 % | −3 % |
| 60 Grad (Mittag, 21.6.) | −2 % | −2 % | −13 % |
Ausschnitt aus der Tabelle in Video 4b
Laut PVGIS-Daten 2020 für Simons Standort bringt ein steilerer Winkel (40 statt 20 Grad) im November rund 25 Prozent und im Dezember rund 19 Prozent mehr Einstrahlung. Über das ganze Jahr sind es nur 3,5 Prozent.

Graues Licht
Im Winter ist der Himmel oft bedeckt, dann kommt das Licht diffus aus allen Richtungen. Im Dezember 2020 waren es an Simons Standort drei Viertel der Einstrahlung. Flache Module nutzen dieses Licht besser, steile Module die seltenen klaren Tage.
Kälte hilft
Solarmodule verlieren mit steigender Temperatur Leistung, bei Simons Modul 0,35 Prozent je Grad. Bei −10 Grad liefert es deshalb rund 12 Prozent mehr als unter Normbedingungen, bei 75 Grad im Sommer rund 17 Prozent weniger.
Schnee, Reif und Schatten
Eine dünne Schneeschicht oder Reif wirkt wie Schatten. Bypass-Dioden fangen das nur bis zu einer Grenze ab (siehe Ertrag: Schatten).
Simon räumt Schnee ab, wann immer es geht. Schnee mindert die Ausbeute, belastet die Module statisch und verlangsamt den Ertragsanstieg bei sonnigerem Wetter, weil er erst abtauen muss.
Weitere Stellschrauben
Bei wenig Licht zählt auch der Wechselrichter. Er braucht selbst Energie für seine Steuerung, und je nach Gerät helfen mehrere MPPT-Eingänge oder Einstellungen zum Energiesparen.
Bei den Modulen helfen Bauarten, die schwaches Licht besser nutzen: Halbzellen, viele schmale Kontaktbahnen, PERC-Zellen und bifaziale Module mit Glasrückseite.

Häufige Fragen
Lohnt sich Photovoltaik im Winter?
Im Winter liefert eine Anlage einen kleinen Teil ihres Jahresertrags. Bei Simons Testanlage war der Dezember etwa ein Achtel des Julis.
Soll ich die Module im Winter steiler stellen?
Bei klarem Himmel ja, ein steilerer Winkel fängt die tiefe Sonne besser ein. Bei grauem Himmel ist ein flacher Winkel besser. Wer verstellen kann, rechnet beide Fälle mit PVGIS durch.
Bringt Kälte mehr Leistung?
Ja. Bei Simons Modul rund 12 Prozent mehr bei −10 Grad als unter Normbedingungen.
Soll ich Schnee von den Modulen räumen?
Simon tut es, wann immer es geht: Schnee mindert die Ausbeute, belastet die Module und muss erst abtauen, bevor der Ertrag wieder steigt.